ZIB -2 Interview mit Lehrergewerkschafter Thomas Bulant zur Situation in den Schulen. Hier geht’s zum Video

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Ein Großteil dieser Angebote für oö. Lehrer/innen wird auch durch den Dienstgeber (Bildungsdirektion für OÖ.) als offizielle LehrerInnenfortbildung für Fortbildungs-nachweise zur Jahresnorm/Bereich C anerkannt!
Schulmanagement-Veranstaltungen/-Seminare werden auch für Bewerbungen um LeiterInnen-Stellen anerkannt!
Anmeldungen online oder bei
SLÖ OÖ. LehrerInnenfortbildung
4020 Linz, Weißenwolffstraße 17a
Tel. 0732/772640, 0660/3410030 Fax 0732/797509
Montag 8.00 -13.00 Uhr, Dienstag und Mittwoch 07.30 – 15.00 Uhr,Donnerstag 7.30 – 12.30 Uhr

Sehr geehrter Herr Bundesminister Heinz Faßmann!
Anlässlich des Beginns der Sommerschulen im Osten und vieler Zuschriften besorgter Lehrer*innen wenden wir uns wieder schriftlich an Sie. Unser letztes Schreiben an Sie vom 8. Juni, in dem wir
gefordert haben, blieb leider bis heute unbeantwortet. Die Erfahrungen des letzten Semesters und Ihre Planungen für das kommende Schuljahr haben uns gezeigt, wie notwendig Investitionen in diesen Bereichen sind. Informieren Sie die Öffentlichkeit, wann Sie diese dringlichen Maßnahmen umsetzen werden! Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen warten darauf.
Ihr am 17. August veröffentlichter Plan „Schule im Herbst 2020“ wurde von uns intensiv durchgearbeitet. Das Bemühen des Ministeriums um unterstützende Rahmenbedingungen ist ersichtlich, jedoch auch eine Vielzahl von Praxisschwächen. In Garderoben sollen die Abstandsregeln eingehalten werden. Wie soll dies bei der baulichen Beengtheit vieler dieser Räume umgesetzt werden? Tische und Sessel im Speisesaal ganztägiger Schulen sollen bei jedem Gruppenwechsel desinfiziert werden. Hat man Sie darüber informiert, dass an vielen Schulen bis zu 300 Schüler*innen in einem solchen Saal zwischen 12 Uhr und 15 Uhr verköstigt werden müssen? Lehrer*innen und die Schulleitung sollen die Gesundheitsbehörden bei einem Corona-Verdacht alarmieren. Wieso werden die Schulen nicht mit berührungsfreien Stirnthermometern unterstützt, die in vielen touristischen, kulturellen und öffentlichen Bereichen im Einsatz sind?
Ihre Maßnahmen entsprechend der Corona-Ampelfarben sind übersichtlich dargestellt. Deren Aktivierung lässt hingegen noch einige Fragen offen. Für einen sicheren Schulalltag im Herbst im Sinne von „agieren ist besser als reagieren“ halten wir die nachfolgenden Zusatzmaßnahmen unter Berücksichtigung der individuellen Schulsituation für unerlässlich:
Sowohl die verordneten Maßnahmen Ihres Ministeriums als auch unsere Ergänzungsforderungen werden nur greifen, wenn unsere Schulleitungen sie umsetzen können. Egal ob das Krisenmanagement im Frühjahr, die Administration der Sommerschule, die Organisation der Sprachfördermaßnahmen oder die Schulentwicklung von der NMS zur Mittelschule, immer sind unsere Direktorinnen und Direktoren additiv zu ihren Alltagsaufgaben gefordert. Es ist daher mehr als berechtigt, wenn jeder Schulleitung seitens des Bundes eine Dauermehrdienstleistung pro 100 Schüler*innen zur Verfügung gestellt wird.
Im nicht erwünschten Fall, dass die Lehrer*innen für das Distance-Learning wieder ihr privates Equipment dem Staat zur Verfügung stellen müssen, ersuchen wir Sie beim Finanzminister Absetzmöglichkeiten für die Zusatzkosten über die Arbeitnehmerveranlagung zu ermöglichen.
In einem Corona-Schreiben an die Schulen haben Sie formuliert: „Da ich Sie in den letzten herausfordernden Wochen als kreative und konstruktive Partnerinnen und Partner erlebt habe, hoffe ich auch in dieser Initiative zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler auf Sie zählen zu können“.
Genau dasselbe erhoffen wir von Ihnen in der Umsetzung unseres Maßnahmenkatalogs.
Im Namen der APS-FSG mit gewerkschaftlichen Grüßen
MMag. Dr. Thomas Bulant
Bundesvorsitzender der FSG in der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer*innen
Der Umbau der NMS zur Mittelschule beginnt im September. Mit dem Gesetz zum Pädagogik-Paket 2018 wurde der Umbau der NMS zur Mittelschule beschlossen.
Wie auch immer man dazu steht, ab September 2020 wird damit begonnen. Ungeachtet der besonderen Belastungen durch die Coronazeit und die Sommerschule setzt das Ministerium dieses Vorhaben um. Damit sind die Schulen und alle Lehrkräfte wieder einmal in besonderer Weise gefordert.
Dir neuen Leistungsniveaus „Standard“ und „Standard AHS“ werden eingeführt, ebenso neue Notenskalen. Zeugnisse können nunmehr mit schriftlichen Erläuterungen im Rahmen der KEL-Gespräche erklärt werden. Förderunterricht wird nun verpflichtend.
Neu hinzukommen wird wieder einmal ein neues Testverfahren, die „Individuelle Kompetenzmessung PLUS“ in der 7. und 8. Schulstufe. Das Ministerium hat zur Umsetzung im Juni eine Handreichung gestaltet.

Franz Bicek
Zentralausschuss für APS OÖ
Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
0664/239 3546
Email:
Österreich, am 8. Juni 2020
Sehr geehrter Herr Bundesminister Heinz Faßmann!
Vor wenigen Tagen haben Sie Ihr Summer-School-Schreiben an die Schulleiter*innen Österreichs mit folgendem Satz beendet:
„Da ich Sie in den letzten herausfordernden Wochen als kreative und konstruktive Partnerinnen und Partner erlebt habe, hoffe ich auch in dieser Initiative zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler auf Sie zählen zu können“.
Dieses erwartete „Auf-uns-zählen-können“ zieht sich nun bereits über viele Monate. Die Bereitschaft der Pädagoginnen und Pädagogen zu solidarischem Engagement wurde zuletzt von Ihren Anliegen voller „unfreiwilliger Freiwilligkeit“ ausgereizt.
Es ist somit an der Zeit, unsererseits von Ihnen Kreativität und konstruktive Kooperation mit den Schulen einzufordern. Ihre Initiative ist mehr als überfällig, unsere Hauptforderungen nach
zum Wohle der Schülerinnen zu erfüllen. Stellen Sie für die Förderung benachteiligter Schülerinnen im kommenden Schuljahr ausreichend Ressourcen zur Verfügung, damit der Kleingruppenunterricht nicht nur in den letzten zwei Ferienwochen stattfinden kann!
Vermeiden Sie in Zukunft mit uns über Pressekonferenzen zu kommunizieren! Unsere Schüler*innen sind es wert, dass das Ministerium zu einer professionellen Gesprächskultur mit den Schulen zurückkehrt.
Mit gewerkschaftlichen Grüßen
–
| Manuel Sulyok (B) | Stefan Sandrieser (K) | Jürgen Pany (NÖ) |
| Franz Bicek (OÖ) | Diana Rathmayr (S) | Florian Gollowitsch (St) |
| Irmgard Egger (T) | Gerhard Unterkofler (V) | MMag. Dr. Thomas Bulant (W) |
Auszahlungen sollen heuer in der zweiten Jahreshälfte beginnen.
Quelle: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2061709-Langer-Weg-zurGehaltsnachzahlung-fuer-115.000-Beamte.html
Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes vom 8. Mai 2019 steht LehrerInnen, deren Vorrückungsstichtag unter Ausschluss von Vordienstzeiten, die vor dem 18. Geburtstag liegen, berechnet wurde, wegen der nachträglichen Neuberechnung des Vorrückungsstichtages eine Gehaltsnachzahlung zu (das sind im Großen und Ganzen Personen, deren Vorrückungsstichtag vor dem 31. August 2010 festgesetzt worden ist). Die Neueinstufung wird von Amts wegen erfolgen.
Allerdings wächst die Unzufriedenheit wegen des langen Wartens auf die Auszahlungen. In dem für den öffentlichen Dienst zuständigen Ministerium wird damit gerechnet, dass die Umsetzung zwei bis drei Jahre dauern wird.
In jedem einzelnen Fall sind laut Beamtenministerium umfangreiche Erhebungen und ein ordnungsgemäßes Verwaltungsverfahren durchzu-führen. Die Fälle werden aus Effizienz- und Qualitätsgründen nicht einzeln nacheinander abgearbeitet, sondern gleichzeitig nach festgelegten Prozessschritten.
Es wurden in den ersten drei Monaten nach Beschluss der Reform IT-Tools entwickelt, welche die Sachbearbeiter bei ihrer Arbeit unterstützen sollen und größtmögliche Automatisation gewährleisten. Hilfsmaterialien wurden erstellt und hunderte Sachbearbeiter rechtlich und technisch geschult. Es ist eine komplexe Materie, die auf bundesweit 170.000 Fälle (auch bei Bundes-, Post und ÖBB-Beamten) mit höchst individuellen Laufbahnen angewendet werden muss. Die Dienstbehörden vor allem damit befasst, die relevanten Informationen aus den teils Jahrzehnte alten Personalakten herauszusuchen, zu digitalisieren, auszuwerten, aufzubereiten und den Betroffenen im Rahmen des Parteiengehörs zur Stellungnahme zu übermitteln. Im nächsten Schritt werden die Stellungnahmen ausgewertet und die Bescheide erstellt. Wenn diesen Rechtskraft erwächst, werden die Bezüge für jeden Monat ab Mai 2016 überprüft – damit wird in den kommenden Wochen begonnen. Erst dann können allfällige Nachzahlungen angewiesen werden. Es handelt sich um aufwendige Verwaltungsverfahren, die auch entsprechende Fristenläufe vorsehen.

Franz Bicek
Zentralausschuss für APS OÖ
Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
0664/239 3546
Email:

Die ARGE Bewegte Schule OÖ und der ARGE Bewegung und Sport möchte auf die Website „Bewegungsideen für Zwischendurch“ https://themen.schule.at/themen/bewegungsideen/ aufmerksam machen!
Es gerade in Zeiten wie diesen, wo Kinder viel Zeit unter erschwerten Bedingungen Lernen und in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, ein großes Anliegen, Bewegungsideen für Zwischendurch anzubieten.
Auf dieser Website, aufgebaut und betreut durch die Edugroup GesmbH., finden Sie Ideen für Bewegungsunterbrechungen, die in verschiedene Kategorien wie folgt eingeteilt sind:
Diese Übungen sind bewusst sehr einfach gehalten zwecks einfacher Durchführbarkeit und sind großteils als Lernunterbrechungen gedacht.
Freundliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Peter Klein (LAG-Leiter d. ARGE Bewegte Schule OÖ)

FSG und SLÖ bedanken sich bei Österreichs Schulleitungen für den gelungenen Neustart der Schulen.
„Es ist Zeit, Österreichs Schulleiterinnen und Schulleitern Hochachtung zu zollen. Ihrem Organisationstalent verdanken wir, dass SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen bestens vorbereitet nach zwei Monaten Home Schooling in die Wiedereröffnung der Schulen gestartet sind“, lobt Thomas Bulant, Vorsitzender der FSG in der Gewerkschaft der PflichtschullehrerInnen und Bundesvorsitzender des SLÖ im Namen von FSG und SLÖ.
„Selbst widerrufene, zumeist verspätet veröffentlichte und oftmals widersprüchliche Richtlinien des Ministeriums konnten das Krisenmanagement der SchulleiterInnen und ihrer LehrerInnen nicht bremsen.“
Bulant sieht daher in dem nun vom Ministerium abverlangten wöchentlichen Monitoring einen Affront gegenüber den Schulleitungen. Diese hätten insbesondere in den Pflichtschulen ohne Sekretariate und Administratoren auch in den nächsten Wochen für einen reibungslosen und sicheren Schulbetrieb zu sorgen.
Die Zeit für administrative Mehrbelastungen sei nicht mehr vorhanden, seine Kontrollbesessenheit müsste das Ministerium den Schulen schon zuletzt aufgrund der bisher hervorragenden Leistungen ersparen, meint Bulant. FSG und SLÖ fordern das Ministerium auf, Abfragen auf das unbedingt notwendige Ausmaß zu minimieren.

Franz Bicek
Zentralausschuss für APS OÖ
Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
0664/239 3546
Email: